Wirsing ist so ein unterschätztes Gemüse. Mild im Geschmack, aber mit einer angenehmen Textur, lässt er sich wunderbar in herzhafte Gerichte einarbeiten – wie in diesem traumhaft deftigen Wirsing-Pie. Diese vegane Variante ist alles andere als langweilig: Knuspriger Teig umhüllt eine cremige Füllung aus zart geschmortem Wirsing, würzigen Zwiebeln, herzhaften Linsen und einem Hauch Muskat. Das Ganze wird im Ofen goldbraun gebacken und verströmt einen Duft, der an ein gemütliches Landhaus an einem kühlen Herbstabend erinnert.

Ich finde, dieser Pie ist das perfekte Wohlfühlgericht – nahrhaft, aromatisch und sättigend, ohne schwer im Magen zu liegen. Wenn man ihn einmal prot hat, fragt man sich, wa man jemals auf Fleisch gesetzt hat. Und wer kein Fan von Wirsing ist, kann ihn problemlos durch Grünkohl oder Mangold ersetzen. Doch gerade in Kombination mit den Linsen und Kräutern entfaltet er hier seine volle Magie. Dieser Pie passt wunderbar zum Wochenendbrunch, als Hauptgericht beim Abendessen oder einfach dann, wenn man sich und anderen etwas Gutes tun will.
Ich kann kaum beschreiben, wie zufriedenstellend der erste Bissen ist – cremig, würzig, knusprig und einfach nur rundum köstlich. Wer sagt, dass veganes Essen nicht herzhaft sein kann, hat diesen Pie noch nicht prot.
Notwendige Küchenausstattung
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Große Pfanne oder Schmortopf
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Schneidebrett und scharfes Messer
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Kochlöffel oder Holzspatel
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Große Rührschüssel
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Auflaufform oder Pie-Form (ca. 24 cm Durchmesser)
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Backofen
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Nudelholz (optional, bei selbstgemachtem Teig)
Zutatenübersicht
Für die Füllung:
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1 EL Olivenöl
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1 Zwiebel (ca. 100 g), fein gewürfelt
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2 Knoblauchzehen, fein gehackt
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1 kleiner Wirsing (ca. 600 g), in feine Streifen geschnitten
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150 g braune Linsen, gekocht
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2 EL Hefeflocken
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1 TL Thymian (getrocknet oder frisch)
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1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
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Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
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100 ml pflanzliche Sahne (z. B. Hafer oder Soja)
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1 EL Zitronensaft
Für den Teig (oder 1 Rolle veganer Blätterteig):
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250 g Mehl
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120 g pflanzliche Margarine, kalt und gewürfelt
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1/2 TL Salz
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3–5 EL eiskaltes Wasser
Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Teig zubereiten (wenn du ihn selbst machst): Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Margarine zugeben und mit den Fingerspitzen einarbeiten, bis die Mischung krümelig ist. Nach und nach kaltes Wasser zugeben, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Kurz durchkneten, zu einer Scheibe formen und abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
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Füllung vorbereiten: In einer großen Pfanne das Olivenöl erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten, dann Knoblauch hinzufügen. Den geschnittenen Wirsing dazugeben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 10 Minuten schmoren, bis er zusammenfällt und weich wird.
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Würzen: Die gekochten Linsen unterrühren. Hefeflocken, Thymian, Muskat, Salz und Pfeffer dazugeben. Anschließend pflanzliche Sahne und Zitronensaft einrühren. Noch 2–3 Minuten köcheln lassen. Die Masse sollte cremig, aber nicht flüssig sein.
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Ofen vorheizen: Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
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Pie zusammensetzen: Eine Pie-Form einfetten. Zwei Drittel des Teigs ausrollen und in die Form legen, dabei auch den Rand auskleiden. Die Füllung gleichmäßig hineingeben. Den restlichen Teig ausrollen und als Deckel auflegen. Die Ränder gut verschließen und in der Mitte einen kleinen Schnitt machen, damit Dampf entweichen kann.
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Backen: Pie im vorgeheizten Ofen ca. 35–40 Minuten goldbraun backen. Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen, damit sich die Füllung setzen kann.
Rezepttipps
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Der Teig lässt sich gut vorbereiten und sogar einfrieren.
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Wer es besonders aromatisch mag, kann noch geräuchertes Paprikapulver oder etwas Kümmel zur Füllung geben.
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Statt Linsen funktionieren auch gekochte Kichererbsen oder weiße Bohnen hervorragend.
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Der Pie schmeckt auch am nächsten Tag aufgewärmt noch fantastisch – ideal als Meal-Prep.
Was man zu diesem Rezept servieren sollte
Ein knackiger grüner Salat mit einem Senf-Dressing passt wunderbar dazu, ebenso wie ein cremiges Selleriepüree oder ein paar Ofenkartoffeln mit Rosmarin. Für ein festliches Essen kann man den Pie mit glasierten Karotten und einem Klecks Preiselkompott kombinieren.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Pie einfrieren?
Ja, sowohl roh als auch gebacken. Am besten portionsweise einfrieren und vor dem Aufwärmen vollständig auftauen lassen.
Kann ich Wirsing durch anderes Gemüse ersetzen?
Auf jeden Fall. Grünkohl, Mangold oder Spitzkohl funktionieren sehr gut – achte nur darauf, dass das Gemüse gut weichgeschmort ist, bevor es in den Pie kommt.
Ist der Teig glutenfrei machbar?
Ja, verwende eine glutenfreie Mehlmischung und achte darauf, dass die restlichen Zutaten ebenfalls glutenfrei sind.
Kann ich den Pie ohne Teigdeckel machen?
Natürlich – du kannst auch nur den Boden auslegen und den Pie wie eine Tarte backen. Oder den Teig ganz weglassen und die Füllung in einer Auflaufform überbacken.
Wenn du möchtest, kann ich das Rezept auch direkt für den Druck oder als PDF formatieren. Sag einfach Bescheid!
Wirsing-Pie – herzhaft, vegan und unglaublich lecker
Ingredients
Method
- Wirsing und Zwiebel anbraten.
- Mehl einrühren, mit Pflanzensahne ablöschen.
- Mit Senf und Gewürzen abschmecken.
- In mit Teig ausgelegte Form füllen, Deckel drauf, bei 200 °C 30–35 Min. backen.
